Wände streichen wie ein Profi - Eine Anleitung, bei der garantiert nichts mehr schief geht!

November 7, 2019

(Werbung - Kooperation mit SCHÖNER WOHNEN FARBE)

 

Eine neue Wandfarbe verändert einen Raum im Handumdrehen. Farbe kann die Stimmung eines Zimmers komplett verändern. Durch Streichen einer einzigen Wand kann man Teile des Zimmers hervorheben oder Räume voneinander abgrenzen. 

 

Und wenn man einmal weiß, wie es richtig geht, ist es auch überhaupt nicht schwer.

 

 

Bei uns war bisher mein Mann für das Streichen von Wänden zuständig. Alle unsere bisherigen Wohnungen, das ganze Haus, und das sogar von außen, hat er alleine gestrichen. Mein Job war dabei das Abkleben, die Vor- und Nachbereitung. Der undankbarste Teil! 

 

Ich finde, es ist höchste Zeit selber zu lernen, wie man eine perfekte Wand streicht. 

 

Bei diesem Blogpost unterstützt mich freundlicherweise die Firma 

"SCHÖNER WOHNEN FARBE" und ich freue mich daher auf ganz besonders wertvolle Tipps zum Thema "Wände streichen", mit denen garantiert nichts mehr schief geht!

 

Um zu zeigen, wie es geht, streiche ich heute meinen Flur. Ich hatte ja schon verraten, dass er momentan ein komplettes Makeover erhält. Die Wände habe ich auf der Hälfte "getäfelt", hier hatte ich das bereits gezeigt. Ich möchte den unteren Teil in einer anderen Farbe streichen als den oberen und habe mir Farben aus der Produktreihe Architects´Finest von SCHÖNER WOHNEN FARBEN ausgesucht. Die

16 Farbtöne wirken alle sehr harmonisch und es fiel mir schwer mich zu entscheiden. Die Farben versprechen eine samtmatte Oberfläche, die besonders strapazierfähig ist und aufgrund der hohen Pigmentierung sehr gut deckt.

 

Ich habe mir die Farbtöne Gràcia, ein Satinweiss mit ganz leichtem Grauanteil, und Strandgade, ein warmes Beigegrau ausgesucht. Meine Decke im Flur sieht noch gut aus, sie spare ich heute aus. 

 

 

 

ANLEITUNG ZUM PROFESSIONELLEN STREICHEN VON WÄNDEN

 

 

1. Benötigtes Zubehör

 

- hochwertige Farbe - z.B. SCHÖNER WOHNEN Farbe, in berechneter Menge 

- wenn nötig Tiefgrund und Quaste

- Farbrolle (abgestimmt auf den Untergrund der Wand)

- passender Eimer mit Abstreichgitter oder Farbwanne

- Teleskopstange

- Flachpinsel 

- Rührstab

- Abdeckfolie/Malerfilz

- hochwertiges Abklebeband

- ggf. eine Leiter

 

 

Auswahl der Farbe

Üblicherweise benutzt man für Innenräume Dispersionsfarbe. Achte unbedingt darauf, eine hochwertige Farbe zu kaufen! Lieber ein bisschen mehr ausgeben, als sich hinterher zu ärgern. Und woran erkennst du hochwertige Farbe? Zum einen ist die Deckkraft ausschlaggebend. Billige Farbe hat weniger Farbpigmente und deckt daher nicht so gut. Die Deckkraftklasse einer Farbe wird normalerweise angegeben. Sie reicht von 1 -4, eine 1 steht dabei für die höchste Deckkraft. 

 

Ein zweiter Hinweis ist der sogenannte Nassabrieb, also die Haftfähigkeit einer Farbe auf dem Untergrund. Dieser wird in 5 Klassen angegeben, auch hier steht die 1 für das beste Ergebnis.

 

Für die Auswahl des Farbtones kann man sich im Handel Farbkarten holen. Am besten an die Wand hängen und ein paar Tage lang immer wieder ansehen. Wenn man Glück hat, bieten die Hersteller sogar Probetöpfe an, mit denen man ca. 1 qm streichen kann. So wirkt die Farbe an der Wand auf der Fläche am besten.

 

 

Farbverbrauch berechnen

Die Menge der Farbe sollte gut berechnet sein. Wände ausmessen. Breite des Raumes mal Höhe, so errechnet man die Quadratmeter. Auf der Verpackung steht, wie viel Farbe pro qm gebraucht wird. Das gilt meist für eine glatte Oberfläche, für Rauhfasertapeten oder grobe Untergründe sollte man etwa 20 % mehr einrechnen.

Meine Farbe von SCHÖNER WOHNEN ist sehr ergiebig, mit dem 2 Liter Eimer soll man bis zu 25 qm streichen können. Denk beim Berechnen daran, dass du eventuell zweimal streichen musst!

 

Auswahl der Rolle

Es gibt Kurz- und Langflorrollen zum Streichen von Wänden. Für glatte Untergründe wählt man am besten eine Kurzflorrolle, für grobe Untergründe wie Rauhfaser oder etwas gröbere Putze sollte man eine Langflorrolle wählen. Die Farbe kann durch den längeren Flor nämlich besser in den unebenen Untergrund eingebracht werden.

 

 

2. Vorbereitung der Wände

 

Zuerst einmal wird der Raum vorbereitet. Dazu sollte man die Möbelstücke möglichst aus dem Weg zu schaffen oder notfalls in die Mitte des Raumes zu stellen. Der Boden und die Möbel werden dann mit Abdeckfolie abgedeckt, die man am besten an den Rändern mit Klebeband fixiert. 

 

 

Wenn du eine Tapete entfernen möchtest, kannst du spezielle Tapetenlöser nutzen. Sie werden aufgesprüht und nach der Einwirkzeit kann die Tapete entweder abgezogen oder mit einem Spachtel abgelöst werden. 

 

Die Wände dann einmal abfegen. Unebenheiten, Löcher und Risse mit Spachtel ausgleichen. Trocknen lassen.

 

 

Verputzte Wände ohne Tapete müssen eventuell noch grundiert werden. Woher du das weißt?

Wisch einmal mit der Hand über die Wand. Wenn ein kreideartiger Abrieb auf der Hand bleibt, sollte die Wand erst gereinigt, dann grundiert werden. Sonst hält die folgende Farbe nicht. Ein zweiter Test wird mit einem Stück Abklebeband gemacht. Kleb es auf und reiß es schnell wieder ab. Wenn dabei Putzreste oder alte Farbe am Band hängen bleiben, musst du die alte Farbe wohl oder übel erst entfernen und die Wand danach grundieren. Auf so einem Untergrund hält leider auf Dauer keine Farbe.

 

Als Grundierung benutzt man dann einen Tiefgrund, der ganz einfach mit einem Quast gleichmäßig aufgetragen wird. Er sollte gut trocknen, bevor mit der Wandfarbe weitergemacht wird.

 

 

Alle Fußleisten, Fenster, Türrahmen, Heizungen nun mit hochwertigem Klebeband abkleben.

 

 

Strom abstellen, Steckdosen und Lichtschalter möglichst abbauen (sonst abkleben).

 

 

 

3. Streichen 

 

Gestrichen wird bei Raumtemperatur ohne Zugluft, sonst kann es zu Ungleich-mäßigkeiten kommen. Im Winter sollte die Heizung möglichst niedrig gestellt werden.

 

Zu erst einmal die Farbe  gut umrühren, entweder per Hand mit einem Holzstiel (anstrengend) oder mit einem Aufsatz für die Bohrmaschine (einfach).

 

 
Sollte deine Rolle zu groß für den Farbeimer sein, füll die Farbe um in eine Farbwanne. Wenn du diese wiederverwenden möchtest, gibt es einen Tipp: Leg sie mit Alufolie aus. Die kann nach dem Streichen einfach entsorgt werden und die Wanne bleibt sauber!

 

 

Wenn man einen ganzen Raum streicht, wird die Decke zuerst gestrichen. Denn wenn es dann tropft, landet die Farbe auf den noch ungestrichenen Wänden.

 

Die Wände streicht man dann immer mit dem Lichteinfall. Man startet also auf der Seite, von wo das Licht kommt und streicht mit der Richtung des Lichts.

 

Doch zuerst werden die Kanten der Wand, die Ecken und die Stellen rund um Steckdosen, Heizungen oder Rahmen mit dem Flachpinsel gestrichen. Diese Stellen sind mit der Rolle nämlich nicht zu erreichen. Die Farbe hier nicht zu dick auftragen, sonst sieht man die Ansätze später. Die Profis unter Euch benutzen, sofort nachdem man mit dem Pinsel vorgestrichen hat, eine kleine Rolle um die Ränder zur Wandmitte hin ausstreichen. So verteilt man die Farbe besser.

 

Dann zügig mit der Wandfläche weiterarbeiten, damit keine Übergänge entstehen.

 

 

Am besten arbeitet man für die großen Flächen mit einer Teleskopstange, auf die die Rolle aufgesetzt wird. Mit einer Teleskopstange hat man beim Streichen überall den gleichen Druck und arbeitet zudem auch viel kräfteschonender.

 

Die Rolle wird in die Farbe getaucht und am Abstreifgitter abgerollt. Wenn Ihr die Farbe in eine Wanne umgefüllt habt, nutzt die genoppte Fläche zum Abstreifen. So wird die Farbe gleichmäßig auf der Rolle verteilt.

 

 

Wichtig ist es, Wände zügig zu streichen. Sie müssen "nass in nass" gestrichen werden, das bedeutet, man muss vermeiden, dass die einzelnen gestrichenen Bahnen antrocknen, bevor die nächste Bahn gestrichen wird. Dabei sollte man die Bahnen überlappen lassen. So vermeidet man Streifen.


Am besten streicht man zunächst etwa zwei bis drei Rollenbreiten von oben nach unten und verteilt die Farbe gut.

 

 

Dann streicht man das Ganze noch einmal quer.

 

 

Abschließend dann noch einmal ohne Druck und ohne neue Farbe von oben nach unten ausstreichen. Zügig geht es dann direkt weiter mit den nächsten Bahnen, darauf achten, dass man noch einmal in den ersten Teil hineinstreicht. Bahnen überlappen lassen und möglichst nass in nass streichen. 

 

Wenn das Ergebnis noch scheckig aussieht, auf keinen Fall einzelne Stellen nachstreichen. Denn dann wird es ungleich. Erst einmal komplett trocknen lassen, das kann bis zu ein paar Stunden dauern. Sieht es dann noch nicht deckend aus, noch einmal streichen.

 

Das Klebeband wird abgezogen, solange die Wand noch nicht ganz getrocknet ist. Sonst kann die Farbe reißen. 

 

Ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis sind zügiges und gleichmäßiges Arbeiten mit hochwertiger Wandfarbe.

 

 

4. Nachbereitung

 

Falls du es doch geschafft hast, auf den Boden zu kleckern, solltest du die Flecken sofort entfernen. Flecken auf der Wand erst trocknen lassen, dann später überstreichen.

 

Die Rolle gut auswaschen. Dann hat man auch beim nächsten Streichen Spaß damit. (Dies ist der Teil, den mein Mann übrigens jedes Mal auslässt.) Wenn man ein wenig Weichspüler benutzt und die Rolle einweicht, lässt sie sich hinterher ganz einfach auswaschen und bleibt schön weich.

 

Farbreste gut verschließen oder in fest verschließbare Glasgefäße umfüllen und kennzeichnen. So erkennt man später, welche Farbe wo benutzt wurde und kann Flecken überstreichen. Farbe ist geöffnet und gut verschlossen ungefähr

12 Monate haltbar.

 

Und noch ein Tipp für Vielstreicher: Wenn du weitere Räume in der gleichen Farbe streichen möchtest oder einen zweiten Farbauftrag machen musst, muss die Farbrolle nicht jedes Mal ausgewaschen werden. Es reicht, wenn sie luftdicht in eine Plastiktüte oder in Frischhaltefolie gewickelt wird. Dann kann es später weitergehen!

 

 

Nun sollte es mit diesen Tipps kein Problem mehr sein, eine oder gleich mehrere Wände selber zu streichen. Es ist kein Hexenwerk und je öfters man es macht, desto mehr Routine bekommt man dabei. Dann ist man auch bereit, auch zwischendurch mal eine kleine Veränderung in Form einer neuen Wandfarbe vorzunehmen. 

 

 

 

 

Mich hat die Farbe von SCHÖNER WOHNEN FARBE wirklich überzeugt. Sie ließ sich wunderbar streichen, hat weder getropft noch gespritzt und hat sehr gut gedeckt. Das Ergebnis zeigt wirklich eine samtmatte Oberfläche, die sehr hochwertig aussieht. Gerade der Farbton Strandgade sieht hier bei mir sehr edel aus. Das Weiß ist kein Reinweiß, sondern ein schönes warmes Weiß mit ganz leichtem Unterton.

 

Ich bin sehr zufrieden mit den neuen Farben in meinem Flur und zeige Euch demnächst noch einmal das ganze Vorher/Nachher mit noch viel mehr Fotos. 

 

 

 

 

 

 

Ich bedanke mich bei SCHÖNER WOHNEN Farbe für die Unterstützung bei diesem Post. Ich wünsche Euch allen gutes Gelingen beim Streichen Eurer ersten eigenen Wand!

 

 

 

 

 

 

Unten nochmal mein Flur vorher und nachher. Nicht nur die Umgestaltung gefällt mir weitaus besser, auch die Farbauswahl und die Teilung der Wand in zwei Flächen mag ich sehr.

 

 

 

 

Bald gibt es die ganze Umgestaltung des Flures mit allen Einzelheiten. Es ist fast jedes Stück ersetzt worden, einiges davon habe ich selber gemacht. Dazu gibt es natürlich wieder Anleitungen! Bleibt also dabei,

 

 

 ... gone paintin´...

 

Eure Daggi 

 

 

 

 

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