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DIY Beschattung für die Terrasse

Unsere überdachte Terrasse ist ein echter Gewinn. Auch im Regen kann man dort sitzen und die frische Luft genießen. Im Sommer wird es dort aber manchmal sehr heiß. Das Dach der Terrasse ist nicht durchgängig aus Holz, sondern hat vier eingelassene Bahnen aus Plexiglas. Der Vorteil davon ist, dass es im Inneres des Hauses nicht so dunkel wird. Aber im Sommer brizzelt die Sonne ganz schön durch das Glas und es wird super warm und sehr hell. Im Blogpost heute zeige ich dir, wie ich eine super praktische Beschattung dafür genäht habe, die ich nach Bedarf auf und zu ziehen kann.


Natürlich hatte ich zuvor recherchiert, was so etwas kosten würde, wenn ich es einfach online bestellen würde. Aber alles, was dem nahe kam, was ich wollte, wäre eine Maßanfertigung gewesen und damit viel zu teuer. Ich fand Preise von um die 1.200 Euro. Ich entschloss mich also dazu, selber zu nähen, denn das war mir definitiv zu viel.


Bei einem Freund schaute ich mir ab, wie eine Beschattung ungefähr aussehen könnte. Und dann ging es ans Rechnen, was sich als eine kleine Herausforderung herausstellte. Dazu unten mehr. Ich kam auf ungefähr 5 Meter Stoff pro Bahn. Ich brauche 4 Stoffbahnen für meine Terrasse, also würde ich insgesamt ca. 20 Meter Stoff verbrauchen.


Im Fachhandel habe ich outdoorfähigen Markisenstoff gefunden. Die Rolle mit 20 Metern hat 280 Euro gekostet. Dazu brauchte ich noch 4 Aluminiumstangen, Ösen und eine Ösenzange, Garn, 8 Spannseile und einen Stock (ignorier den Haken unten im Bild, ich habe ihn nicht gebraucht.) Für das Material habe ich insgesamt 408 Euro bezahlt.





Und dann ging es los. Zunächst habe ich gemessen, wie breit der Stoff sein soll. Hier muss man beachten, dass der Stoff nicht ganz bis nach rechts und links geht, da die Stahlseile ein wenig Platz benötigen und nicht ganz am Rand sitzen. Genau ausmessen! Und die Nahtzugabe nicht vergessen.


Dann habe ich gemessen, wie lang die Bahn insgesamt ist. Ich wollte nicht, dass der Stoff beim Ausziehen einfach nur gerade spannt. Ich wollte, dass er lässig in welliger Bewegung hängt. Also musste ich etwas mehr Stoff einplanen. Das Prinzip der Hängung ist einfach: Der Stoff wird mit seitlich angebrachten Ösen auf ein Stahlseil gefädelt. Damit es optisch schöner hängt und auch nicht ausreissen kann, habe ich die Ösen nicht einfach seitlich angebracht, sondern habe den Stoff in regelmäßigen Abständen jeweils aufeinander gelegt und 3 cm breit abgesteppt. Seitlich sitzt dann die Öse und verbindet beide Stoffteile. Ich hoffe, das ist verständlich erklärt.



Es war etwas mühsam, genau zu errechnen, wie lang der Stoff nun wirklich sein darf. Die Länge der Terrasse plus die Anzahl der Falten mal die 3 cm, die ich für die Abnähungen gebraucht habe. Dann noch etwas Zugabe, weil die Falten, wenn ausgezogen, locker hängen sollen und nicht glatt. Aber irgendwie habe ich es hinbekommen.


Ich beginne damit, die Seiten umzunähen. Bei einer Länge von 5 Metern ein langwieriger Spaß.




Entscheide dich, wie lang die Falten hängen sollen. Meine hängen 20 cm herunter, sie sind also insgesamt 40 cm breit. Alle 40 cm habe ich also eine Falte eingenäht.





An das Ende jeder Stoffbahn habe ich eine kleine Tasche genäht, in die das Aluminiumrohr eingelegt wird. Das ist wichtig, damit du später die Vorhänge mit dem Stock einfacher aufziehen kannst.



Die Seiten bekommen dann jeweils eine eingestanzte Öse. Ich habe dieses Kit von Amazon (Affiliate Link) gekauft und war sehr zufrieden damit.


Am Ende habe ich alle Stoffbahnen noch einmal aufgebügelt.



Und mit dem Dignitet Stahlseil-System von Ikea haben wir sie dann angebracht.



Es waren ein paar Kniffe dabei, die Bahnen zu nähen. Ich habe sie nicht alle in diesem Blogpost aufgeführt, das hätte vielleicht ein bisschen zu weit geführt. Wenn du Fragen hast, mail mich gerne an. Ich bin so zufrieden mit dem Ergebnis, dass ich es wirklich empfehlen kann. Es war viel Arbeit, das gebe ich zu, aber ich habe exakt die Abschattung, die ich wollte mit einem hochwertigen Stoff mit genau den richtigen Maßen.





Ich kann die Abschattung aufziehen, wenn es heiß ist und wieder öffnen, wenn es kühler ist. So habe ich im Haus wieder etwas mehr Licht.





Ich bin happy mit diesem Projekt und frage mich eigentlich nur, warum ich das nicht schon lange vorher umgesetzt habe.


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