• gonepaintin´

DIY TÜR

Aktualisiert: Mai 24


Wenn man aus einem Raum zwei macht, braucht man eine neue Tür. Oder auch zwei. Und wenn alles klein, eng und mit Schrägen ist, muss man diese eben manchmal selber bauen.

Die Rahmen dafür haben wir aus einfachen Holzleisten gesägt und aufgeschraubt.

Die Tür wird somit wirklich schmal und dazu mit einer Schräge im oberen Teil.

Aus dem Baumarkt habe ich zwei einfache Kieferplatten besorgt. Leider gab es sie nur in 60 cm Breite, ich brauchte aber 62 cm Breite für die eine und 63 cm für die andere Tür. Ich muss also auf einer Seite ein Stück ansetzen. Die Platten habe ich im Baumarkt schon einmal auf die richtige Höhe sägen lassen, unsere Türen werden beide 1,89 m hoch. Das schräge Stück im oberen Teil muss ich selber absägen.

Mein Tipp: Schaut Euch die Platten im Baumarkt unbedingt ganz genau an. Viele von ihnen sind durch die Lagerung verzogen, ich hatte bei 10 Platten im Verkauf nur zwei dabei, die in Frage kamen.

Für die exakte Breite der Tür musste ich also ein kleines Stück seitlich ansetzen. Ich habe es aus einem einfachen Kiefernbrett gesägt, bei einer Tür 2 cm breit, bei der anderen 3 cm breit, und seitlich angeschraubt. Die Löcher werden dann verspachtelt.

Da meine Kiefernplatten an den Rändern leicht angeschrägt sind, entstand beim Anschrauben des schmalen Stückes jeweils eine kleine Rille. Diese habe ich mit Holzspachtelmasse aufgefüllt und anschließend glatt geschliffen.

Dann wurde die obere Schräge gesägt. Die Tür hatte damit schon einmal die passende Form und war im Grunde fertig. Mit Scharnieren wird sie später am Türrahmen befestigt.

Mir persönlich war sie aber noch zu langweilig. Ich dachte über eine Art Kassettentür nach. Mit Papier legte ich vorerst ein Muster zurecht, um mir zu veranschaulichen, wie es aussehen könnte.

Die Vierecke sollten aus dünnen Holzplatten bestehen, die Umrandung aus Zierleisten.

Schon besser.

Mit Bleistift zeichnete ich zuerst einmal genau an, wo die Leisten und das Holz später angebracht werden sollen.

Im oberen Teil der Tür konstruiere ich natürlich parallel zur Schräge.

Einmal aufgezeichnet, konnte ich genau ausmessen, wie lang und groß mein Holz und die Leisten sein müssen. Ich brauchte für zwei Türen 8 Vierecke und 25 Leisten! Leider sind die Leisten sehr teuer.

Im Baumarkt habe ich die Vierecke zurechtsägen lassen, habe Zierleisten, Holzkleber und kleine Leistennägel besorgt, mit denen zusätzlich alles auf der Tür fixiert wird.

Die Schräge an den vier oberen Vierecken musste ich dann mit der Stichsäge selber zurecht sägen.

Nun wurden alle Kanten der Holzplatten schön glatt geschliffen. Ich nahm mir eine Türseite nach der anderen vor. Mit Holzleim wurden zuerst jeweils die beiden Holzplatten aufgeklebt. Mit den Leistennägeln fixierte ich das Holz noch zusätzlich, die Enden von diesen kleinen Metallstiften werden einfach mit dem Hammer schräg "abgehauen". Wenn Ihr das macht, denkt unbedingt an eine Schutzbrille - die feinen Metallstifte fliegen beim Abschlagen weit durch die Luft!

Nun die Zierleisten. Sie müssen in der exakten Länge auf Gehrung gesägt werden. Bei den unteren Teilen der Tür noch relativ einfach, denn hier sägt man jedes Ende im 45° Winkel zu. Auf der Zeichnung messt Ihr aus, wie lang jede Leiste sein muss.

Die unteren Vierecke sind einfach.

Mein Tipp beim Aufkleben: Leisten auflegen mit einem Stück Klebeband fixieren, um sie in Position zu halten. Dann eine nach der anderen einzeln vornehmen und mit Holzkleber festkleben. So kann nichts verrutschen!

Aber was im unteren Teil noch einfach ist, ist im oberen Teil schon etwas komplizierter.

Denn hier handelt es sich an der Schrägung nicht um einen 45 Grad Winkel. Um ein optisch gutes Ergebnis zu erzielen, muss man einen anderen Winkel nehmen.

Aber welchen?

Eigentlich ist es ganz einfach.

Auf der Zeichnung oben erkennt Ihr die beiden Winkel, die Ihr errechnen müsst. Ihr messt auf Eurer Tür (auf der Ihr ja mit Bleistift vorgezeichnet habt) den Winkel einfach aus und teilt ihn durch 2. Das ergibt dann den Winkel, den Ihr mit der Gehrungssäge an beiden aufeinander treffenden Leisten sägen müsst!

In meinem Beispiel: Der untere Winkel beträgt 160° insgesamt. Geteilt durch 2 ergibt 80. Ihr stellt die Gehrungssäge also auf 80 Grad ein und sägt die beiden passenden Leisten so zu, dass sie zueinander passen.

Hinterher werden auch die Leisten mit den Metallstiften noch einmal fixiert.

Fast fertig!

Fehlt noch die Farbe.

Ich entschied mich nicht für weiß, sondern in diesem Fall für ein dunkles Anthrazit und wählte den Farbton Ash von Fusion Mineral Paint.

Los geht es:

Jede Seite wurde zweimal gestrichen.

Eigentlich enthält Fusion Mineral Paint eine Versiegelung, ich hätte die Türen also so lassen können. Aber da man sie doch oft anfasst, entschied ich mich, zusätzlich einen Tough Coat (ebenfalls Fusion Mineral Paint) aufzustreichen. Sicher ist sicher.

Am Ende habe ich noch die Türgriffe angebracht. Ich habe lange gesucht, um etwas bezahlbares zu finden, das mir gefällt. Schließlich bin ich online fündig geworden. Wir haben kein Schloss eingebaut, die Türen werden nur angelehnt.

Und so sieht meine erste selbst gebaute Tür aus:

Ich muss gestehen, ich bin begeistert über das Ergebnis. Und ich liebe die Farbe! Ich habe mittlerweile noch eine andere Tür damit gestrichen, doch dazu demnächst mehr.

Eine Etage tiefer habe ich übrigens noch eine Schranktür mit den Leisten aufgepimpt. Das Ergebnis könnt Ihr hier sehen. Habt Ihr auch Türen oder Schränke, die ein bisschen was Besonderes gebrauchen könnten?









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#DIY #FusionMineralPaint #Tür

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