Was die russische Cholchoma Malerei mit meiner Kaffeedose zu tun hat


Erwähnte ich bereits, dass ich meinem Trödelladen ab und zu einen Besuch

abstatten muss? Wer hier öfters mit liest, weiß das vielleicht. Bei einem dieser Ausflüge jedenfalls fand ich neulich diese kleine Dose. Sie gefiel mir auf Anhieb. Fröhlich, bunt und vor allem mit einer praktischen Form.

Kaffeedose aus Russland

Perfekt für die Küche, man könnte wunderbar Kaffee einfüllen (oder Teebeutel) und die Dose an die Wand hängen.

Neugierig machte mich der Aufkleber auf der Rückseite.

Russisches Produktschild

Da ich die Schrift nicht lesen kann und auch so spontan niemanden kenne, den ich hätte fragen können, stellte ich die Frage über Instagram in die Runde. Und zack, schon hatte eine meiner Leserinnen die Antwort parat: Die Dose stammt aus Gorodez, einer Stadt an der Wolga in Russland.

Denen unter Euch, die mehr wissen wollen, kann ich soviel verraten: Die nahe liegende Stadt Nischni Nowgorod ist international bekannt für die sogenannte Cholchoma Malerei. Sicher kennt Ihr die russischen Matroschka Puppen (meine Kinder nennen sie "Puppe-in-Puppe-in-Puppe-in-Puppe").

(Hier übrigens witzigerweise ein Foto von einem Haufen dieser Puppen, ebenfalls im Trödelladen:)

Matroshkas

Cholchoma-Malerei und die Bemalung dieser Holzpuppen haben offenbar denselben Ursprung, aber um 1928 herum setzte sich die Cholchoma-Malerei als eigenständige Handwerkskunst ab. Sie konzentrierte sich ab dann ausschließlich auf Geschirr und Möbel.

Mein Insta-Kontakt wusste noch zu berichten, dass die Dose 2 Rubel gekostet hat und dass es sich um eine Dose Salz handeln müsste.