Loppis, Antikt und Kuriosa - Ein Besuch auf Schwedens Flohmärkten

Aktualisiert: 4. März 2020


Die Urlaubszeit vergeht immer viel zu schnell. Gerade sind wir los gefahren - und schon sind wir auch wieder zurück aus unserem zweiwöchigen Urlaub in Schweden. Wir haben Verwandtschaft in Stockholm und waren zum 90. Geburtstag und zeitgleich zur diamantenen Hochzeit eingeladen. Spontan haben wir an das Event noch zwei Wochen Urlaub angehängt, denn auch dieses Jahr hatten wir wieder das Glück, das Sommerhaus des Cousins nutzen zu dürfen. Zwei Wochen voller Ruhe und Abgeschiedenheit, den See vor der Tür, die nächste Einkaufsmöglichkeit in 10 km Entfernung. Das bedeutet viel Zeit zum Lesen, Entspannen und einfach mal Nichtstun.

Und für mich ein bisschen Zeit, über die typisch schwedischen Flohmärkte zu schlendern. Sie sind eine Tradition im Sommer. An den Straßen sieht man immer wieder Schilder, die auf einen LOPPIS (schwedisch Loppis = Floh) also Flohmarkt, hinweisen. Oft sind diese privat, es wird verkauft, was schon immer verkauft werden sollte. Es lohnt sich unbedingt, den Schildern zu folgen, auch wenn man manchmal noch eine ganze Weile fahren muss und man nie weiß, was man am Ende vorfindet: Einen Verkauf in einer ausgeräumten Garage, in einem Bauwagen, vor der Haustür, in einer Scheune - oder einfach nur einen Tisch mit ein paar Spielsachen?

Meist finden diese Loppis am Wochenende statt.

Oftmals handelt es sich um Privatpersonen, die ihre alten Sachen loswerden möchten, sei es weil sie umziehen, einfach zu viel haben oder sich ein wenig Geld dazu verdienen möchten. Manchmal landet man aber auch bei einem Loppis, der den ganzen Sommer über stattfindet, die Verkäufer haben dann schon etwas größere Scheunen oder Häuser, in denen die Waren durchgehend verkauft werden.

Handeln ist hier übrigens ganz normal!