TISCHPLATTE SELBER BAUEN - EINFACHE DIY ANLEITUNG

Aktualisiert: Juli 8

Auf unserer Veranda steht ein alter Holztisch von Ikea, den ich vor Jahren schon einmal mit Kreidefarbe gestrichen hatte. Die Platte hängt etwas durch, er wackelt ein bisschen, aber zumindest die Beine sehen noch ganz gut aus.


Bisher hatte ich immer eine Tischdecke auf dem Tisch, aber das gefällt mir eigentlich nicht so gut. Außerdem ist die Platte so gebogen, dass man immer aufpassen muss, wo man sein Glas abstellt. Daher baue ich mir heute eine neue Tischplatte.


Ich messe zunächst einmal aus, wie lang sie werden soll. In meinem Fall soll sie etwas über die jetzige hinausragen und auch in der Breite soll sie etwas größer werden. Dann geht es in den Baumarkt. Ich kaufe 6 lange gehobelte Kieferbretter und säge sie zunächst einmal in der gewünschten Länge zu.



Ich entscheide mich dafür, die langen Bretter nebeneinander zu setzen, an den Stirnseiten aber jeweils zusätzlich ein Querbrett anzubringen. Das macht den Tisch etwas interessanter.


Nun werden alle Bretter gebeizt. Ich probiere verschiedene Töne auf einem Testbrett, um einen passenden zu finden.



Ich entscheide mich für eine Mischung aus Teak und Nussbaum mittel. Das Teak gibt dem Nussbaum einen etwas wärmeren Ton. Alle Bretter werden gebeizt. Dazu streicht man die Beize regelmäßig mit einem Schwamm, Pinsel oder Tuch auf, lässt sie einen Moment einwirken und nimmt dann den Überschuss mit einem frischen Tuch wieder auf. Alle Teile trocknen lassen.


Um anschließend alle Bretter miteinander zu verschrauben, nutze ich mein Undercover Jig Set, um rückwärtige Taschenbohrungen zu machen. Wenn ihr dies nicht habt, könnt ihr natürlich auch einfach eine Querleiste unterschrauben.



Hier seht ihr meine rückseitigen Taschenbohrungen, 4 Stück pro Brett.



Ich gebe zu: Das Ausmessen der Bretter war dieses Mal schwierig. Ich musste die Länge der einzelnen Bretter ein paar Mal angleichen, um mit dem abschließenden Querbrett eine Linie zu bilden. Ich weiß nicht, warum immer ein Brett kürzer war als der Rest. Vielleicht nicht mein Tag.


Nun alles miteinander verschrauben. Ich fixiere dabei jeweils zwei Bretter mit einer Zwinge.



Die Platte lege ich nun erst einmal auf den Tisch. Und siehe da: Die äußeren Teile sind nicht richtig gut fixiert und hängen etwas nach unten. Das kommt sicher daher, dass durch die leichten Längenunterschiede der Bretter die Schrauben an dem einen oder anderen nicht tief genug saßen.



Ich improvisiere: Von unten schraube ich kurzerhand einen kleinen Stützbalken an.



Ihr seht den minimalen Spalt. Da ich aber selten zu Perfektionismus neige, passt das für mich.


Die Tischplatte ist mir aber noch zu langweilig, sie soll noch eine Mandala Schablone erhalten. Da die Beize eine normale wasserbasierte Kreide- oder Acrylfarbe verfärben würde, entscheide ich mich, die Schablone mit einer Grundierung mit Sperrwirkung aufzubringen. So weiß ich, dass sich die Farbe sicher nicht verfärben wird.





Die Schablone wird unregelmäßig, gerne auch mal über den Rand hinaus, aufgebracht.



Und weil es so viel Spaß bringt, bekommt mein kleiner Hocker auch gleich noch ein Muster.



Nach dem Trocknen muss der Tisch noch versiegelt werden. Da mein Tisch überdacht steht, reicht mir ein Hartwachsöl, das ich mit einem breiten Pinsel auftrage. Nach 8 Stunden Trocknung eine weitere Schicht.



Das Holz bekommt eine wunderschöne satte Färbung.



Nachdem auch die zweite Schicht getrocknet ist, verschraube ich die Platte von unten mit dem Tisch. Fertig!







Ich freue mich riesig über den neuen Tisch, er hat eine tolle, warme Farbe und mit dem Mandala wirkt es beachig und fröhlich.





Wie gefällt er euch?





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