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KRANZLEISTE SELBER BAUEN - ICH ZEIG DIR WIE ES GANZ EINFACH GEHT

Aktualisiert: Aug 28

In unserer Küche hängen nur zwei Oberschränke, mehr Platz gibt es nicht und ich bin auch ganz froh darüber. Im Grunde mag ich offene Regale nämlich lieber. Aber da wir (also mein Mann) wirklich viel kochen und dementsprechend viel Fett herumfliegt, wäre das keine so gute Idee.



Die Schränke sind wie unsere ganze Küche von Ikea, schon ungefähr 15 Jahre alt und ganz einfach. An der Unterkante der beiden Oberschränke haben wir damals zwei Leuchten befestigt, die sehr praktisch sind, aber nicht wirklich hübsch, auch weil man immer auf sie drauf schaut.



Daher wollte ich eine Konstruktion bauen, die den Blick auf diese Lampen nimmt. Eine Art Sichtschutz, wenn man so will.



Auch der obere Rand der Schränke ist nicht wirklich schön, das Ganze sieht einfach und nicht sehr hochwertig aus. Da könnte man doch eventuell etwas verbessern!


Ich glaube, das ganze heißt im klassischen Sinn Kranzleiste. Ich zeige euch, wie ich eine ganz einfache gebaut habe, die von jeweils unten und oben auf den Schrank geschraubt wird. Hier schon einmal das fertige Bild, damit ihr euch vorstellen könnt, wie das Ganze am Ende aussieht:



In Baumarkt besorge ich vier einfache Konstruktionslatten und sechs Zierleisten mit Profil. Daraus wird der Rahmen gebaut, der jeweils von oben und unten aufgeschraubt wird. Die Latten schleife ich zunächst einmal schön glatt.



Die Zierleisten werden auf die Latten geklebt. An den Kanten alles dann auf Gehrung gesägt werden. So wie hier im Bild soll der Rahmen im Prinzip später aussehen:



Ich messe als erstes den Oberschrank aus.



Ich habe festgestellt, dass es einfacher ist, die Zierleisten erst einmal aufzukleben um dann beide Holzteile zusammen auf Gehrung zu sägen. Das Ergebnis wird glatter als wenn ich alle Teile einzeln zusäge.



Dann werden die Teile wie ein 3 teiliger Rahmen zusammen gesetzt und zunächst mit Holzleim verklebt. Ich benutze diese Winkelklemmen, um die Teile zu fixieren, bis der Leim getrocknet ist. Die sind wirklich praktisch!



Anschließend setze ich von innen noch keine Winkel für die Stabilität zwischen.



Und nun geht es ans Streichen. Ich benutze zunächst eine Grundierung mit Sperrwirkung, denn oft erlebe ich, dass das Kiefernholz ausblutet und meine spätere Farbe verfärbt.



Anschließend streiche ich zweimal mit der endgültigen Farbe. Wie auch bei meiner Seitenwand der Küche entscheide ich mich hier für Fusion Mineral Paint in Raw Silk.



Damit ist der Rahmen fertig.


Zeit, ihn anzuschrauben! Dazu bohre ich im Rahmen und im Oberschrank Löcher vor und benutze ausreichend lange Schrauben.



Und fertig!



Die Küchenschränke haben sehr gewonnen, finde ich. Die Leuchten sind versteckt und die Ober- und Unterkanten haben ein bisschen mehr Pfiff bekommen. Ich bin sehr zufrieden mit der Verwandlung. Das äußere Seitenbrett im Bild unten hatte ich nach dieser Anleitung zuvor bereits fertig gestellt.








Ich gebe zu, es ist nicht perfekt. Dadurch, dass die Schränke alt und auch nicht mehr ganz gerade sind, ergeben sich der ein oder andere kleine Spalt. Auch der Anschluss beider Leisten ist leider sichtbar. Den bekommt man einfach nicht perfekt hin und die Leisten sind zumindest im Baumarkt nur in einer Länge von jeweils einem Meter erhältlich.



Aber ich kann damit gut leben. Ich hätte auch für viel Geld eine fertige Kranzleiste kaufen können, dann wäre es sicher perfekt. Aber hier im Blog - und bei mir sowieso - geht es ja um selber machen und günstige Alternativen.





Am meisten freut mich, dass ich nicht mehr auf die Leuchte schauen muss.

Was meint ihr? Gelungen oder eher geht so?






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