WURMLÖCHER BEHANDELN - EIN MAKEOVER MIT VERSCHIEDENEN TECHNIKEN

Wenn ich manchmal ein paar Minuten Zeit habe, stöbere ich durch Ebay Kleinanzeigen. Einfach zum Spaß. Oft lande ich bei Katzenbabies oder ich schaue nach Möbelstücken. Und manchmal auch einfach nur, was im Ort so angeboten wird...


Und manchmal hat man Glück. So wie neulich, als ich zwei Kommoden fand, die zu verschenken waren, und das gleich um die Ecke. An einer der Kommoden hatte ich Interesse. Unkompliziert einen Termin zur Abholung abgemacht - aber leider öffnete mir keiner die Tür. Zurück zuhause schickte ich eine Email. Der Dame tat es sehr leid, ihre Klingel sei kaputt aber sie würde die Kommode jetzt vor die Tür stellen und ich könne dann einfach kommen. Gesagt, getan - aber leider stand nun die falsche Kommode vor der Tür! Die aus der anderen Anzeige. Nach genauem Hinsehen entschied ich aber, dann eben diese zu nehmen. Geschenkt!



Ist ja auch ein schönes Teil. Allerdings mit Wurmlöchern und stellenweise schon ziemlich mitgenommen.



Ich schleife zunächst einmal die Deckplatte schön ab. Sie hat diverse Mängel.



Aber es kommt schönes Holz zum Vorschein!



Und auch der Rest wird ordentlich abgeschliffen. Gegen den Holzwurm gibt es ein paar ganz natürliche Mittel. Von den "Berliner Landjungs" habe ich gelernt, dass man die Möbel oder Teile davon im Sommer ganz wunderbar in schwarze Folie wickeln und in den Garten stellen kann. (Lies den ganzen Post dazu hier). Denn Temperaturen von über 60 Grad töten den Holzwurm ab. Daher kann man kleinere Teile auch im Backofen oder der Sauna behandeln. Mühevoll, aber auch effektiv ist es, Essigessenz in jedes einzelne Loch zu sprühen.


Da kein Sommer ist ich auch keine Lust auf die Essigessenznummer habe, wähle ich die Chemiekeule, die natürlich immer geht.



Einfach mit dem Pinsel auftragen, 24 Stunden trocknen lassen, und das Ganze nochmal. So wird man den Holzwurm in jedem Fall los.


Nun wird gestrichen. Ich habe von den folgenden Schritten keine Fotos gemacht, weil ich dieses Mal ganz planlos vorgegangen bin. Entgegen meiner sonstigen Arbeitsweise wusste ich vorher nicht, wie mein Ergebnis werden soll und ich habe mich ein bisschen treiben lassen. Ich habe gestupft, gestrichen, mit einem Spachtel gearbeitet, wieder gestrichen, wieder gestupft und das ganze mit mehreren Farben und einem Strukturpulver. Dann gab es noch eine Schablone und am Ende sah es ungefähr so aus.



Die Deckplatte wurde ich gebeizt (Mischung aus verschiedenen Tönen) und anschließend mit Hartwachsöl versiegelt.


Und so ist ein Möbelstück entstanden, das einmal eine ganz andere Handschrift trägt. Man muss ja auch mal was Neues ausprobieren.




Das Innere des Schrankes und der Schublade ist im Originalholz belassen.



Die Deckplatte hat eine schöne warme Farbe.



Auf der Seitenwand sieht man, dass ich mit verschiedenen Techniken gearbeitet habe.





Hier erkennt man die Struktur.



Die Wurmlöcher sind noch zu sehen, wenn auch nicht mehr "gefährlich". Ich fand, sie geben dem Stück einen charmanten Charakter!







Wer noch auf der Suche nach einem Möbelstück im Blau-Ton ist, der schickt mir gerne eine Nachricht!



Denn der Schrank steht zum Verkauf. Ich freue mich, wenn er ein neues Zuhause findet, denn wie fast immer habe ich keinen Platz mehr dafür.


Wie gefällt dir das Ergebnis? Im nächsten Post gibt es wieder ein klassischeres Stück von mir.




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