Shabby Chic Techniken

Der Begriff "shabby chic" ist eine Kombination des englischen Wortes "shabby" für alt, heruntergekommen, und dem Wort "chic" - eben für schick. Eine Art heruntergekommener Schick also, schöne in die Jahre gekommene Möbel mit Ecken und Kanten und sichtbaren Gebrauchsspuren. Charakteristisch für den Shabby Chic sind abgeplatzter Lack, grobes Holz, mehrere Farben in Schichten übereinander. Die Farbpalette besteht dabei überwiegend aus matten Pastelltönen.

Mit Kreide- oder Milchfarbe, die eine schöne pudrige Oberfläche erzeugen, kann man wunderbar den Shabby Chic Stil kreieren. 

Welche Techniken kann man einsetzen, um diesen Effekt zu erzielen?

Vorab gesagt: Viele Wege führen nach Rom. Es gibt diverse Methoden und Techniken, um den Shabby Chic zu erzeugen. Jeder findet seine eigene Technik, je länger man sich ausprobiert. Grundsätzlich aber gibt es folgende "Grund-Möglichkeiten" (hier findet Ihr einen ganz ausführlichen Blogpost dazu):

1. Arbeiten mit einer Farbe 

Man streicht das Möbelstück in einer Farbe und schleift nach dem Trocknen einzelne Stellen mit feinem Schleifpapier an und trägt somit die Farbe dort wieder ab. Das Holz ist nun stellenweise wieder sichtbar. Die Stellen sollten so gewählt sein, dass sie den normalen Gebrauchsspuren entsprechen, also an den Beinen von Kommoden, an den Rändern der Deck- oder Tischplatte, an den Kanten des Möbelstückes.

2. Arbeiten mit zwei oder mehreren Farben

Du kannst zwei oder sogar mehrere Farbschichten übereinander setzen, um dann durch Anschleifen die unten liegenden wieder sichtbar zu machen. Tragt zum Beispiel erst eine dunkle Farbe auf, dann eine helle. Die helle wird angeschliffen, da unter kommt die dunkle zum Vorschein und wenn noch stärker geschliffen wird, sieht man zusätzlich auch noch das Holz. Ein kleiner Trick ist es übrigens, an einigen Stellen Kerzenwachs oder auch Vaseline aufzutragen. Die nachfolgende Farbe haftet dort nicht und kann später umso einfacher wieder entfernt werden.

3. Arbeiten ohne Schleifpapier/Wet Distressing

Es gibt auch die Möglichkeit, überhaupt kein Schleifpapier einzusetzen, sondern von vornherein so zu malen, dass einzelne Stellen des Möbelstückes so dünn gestrichen sind, dass das Holz oder die unterliegende Farbe durchscheint. In Schichten wird die Farbe aufgetragen, wobei bewusst einige Stellen ausgespart oder nur dünn behandelt werden. Mit einem feuchten Tuch kann man dann, noch während die Farbe nicht ganz getrocknet ist, Stellen abnehmen, um den shabby Effekt zu erzielen. Hier habe ich diese Technik unter anderem schon angewandt.

4. "White Wash"

Bei dieser Technik trägt man eine mit Wasser verdünnte Farbe über eine erste Farbschicht. Diese wird mit einem feuchten Tuch verrieben, als würde man das Möbelstück "waschen". So wird die zweite Farbschicht sehr dünn und eher durchsichtig über die erste gelegt, man erhält einen schönen verwischten Effekt. Die überschüssige Farbe wird wieder abgenommen. 

Auch mit verschieden farbigen Wachsen lassen sich Effekte setzen. Die Ergebnisse fallen auch unterschiedlich aus, je nachdem, wie viel Farbe man auf den Pinsel gibt. 

Du merkst schon - es gibt hier überhaupt kein Richtig oder Falsch, es gibt kein "so geht es und nicht anders". Probier dich aus und finde deinen ganz eigenen Stil! Ich werde in meinem Blog mit verschiedenen Techniken arbeiten und vermische vieles. Ich stelle jedes Projekt detailliert vor und erkläre, wie ich gearbeitet habe.  

Hier findet Ihr einen Blogpost, der ganz wunderbar die verschiedenen Möglichkeiten noch einmal detailliert beschreibt. Schau einmal hinein, hier ist alles noch einmal sehr anschaulich erklärt!

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