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PURE&ORIGINAL MARRAKECH WALLS UND EIN FETTER FAIL - KÜCHENRENOVIERUNG TEIL 1

(Werbung unbezahlt) Einen Teil der Coronazeit habe ich genutzt, unsere Küche zu renovieren und neu zu gestalten. Die Küche ist vor ein paar Jahren das letzte Mal gestrichen worden, sie war erst rot und dann ein paar Jahr lang schwedisch-blau. Ländlich, gemütlich und hell, aber jetzt wollte ich sie doch ein bisschen anders gestalten.



Unheimlich viel soll gar nicht gemacht werden, die Wände bekommen neue Farbe und das ein oder andere soll angepasst werden.





Türen und Türgriffe sind bereits neu gestrichen worden (hier mehr zum Thema Türklinken streichen).



Ich beginne mit der Wand hinter dem Herd und auf der von hier aus gesehen rechten Seite der Küche, hier soll eine einheitliche Farbe gestrichen werden.


Da ich von meinem Esszimmer Projekt noch Wandfarbe übrig habe, werde ich sie hier verbrauchen. Ich hatte eine große Wand mit Pure & Original Marrakech Walls gestaltet und liebe diese Optik noch immer. Da die Farbe wirklich teuer und toll ist, möchte ich den Rest davon noch nutzen. Der Farbton heißt Earth Stone, ist ein dunkles Grau und passt hervorragend für mein Vorhaben.


Zunächst einmal baue ich die Dunstabzugshaube und die Hakenleisten für die Küchengeräte ab. Bei der Gelegenheit kann ich die Haube einmal komplett reinigen, und das ist wirklich kein Spaß. Die Wand über dem Herd ist ebenfalls sehr fettig, mein Mann kocht gern, gut und oft und wir haben keine Putzhilfe. Natürlich wischen wir, aber Fett auf Küchenwänden lassen sich auf Dauer bei häufigem Kochen nicht vermeiden. Ich reinige die Wand also mit Fettlöser. Aber dazu später mehr...


Eine Marrakech Wall benötigt zunächst einmal eine Grundierung. Danach folgt eine Schicht Farbe, anschließend noch eine weitere, die sofort mit einem Spatel glatt gezogen wird. Ganz am Ende, nach ein paar Tagen Trocknungszeit, folgt noch eine Versiegelung. Vier Schichten insgesamt.


Ich beginne mit der Grundierung und trage eine Schicht der Wallprim von Pure & Original im gleichen Farbton wie die spätere Wandfarbe auf. Dies geschieht mit einer flauschigen Rolle, man streicht nicht gleichmäßig, sondern gerne hin und her, hoch und runter, in kleinen Bewegungen, die sich überlappen. Damit legt man quasi den Grundstock für das spätere wolkige Erscheinungsbild. Hier könnt ihr noch mehr über die Vorgehensweise lesen. Und so sieht die Wand mit der Grundierung aus:



Das Ganze muss dann trocknen.

Und hier komme ich zurück zum Thema "Wand vom Fett befreien": Es gibt einen ersten Fail:



Direkt über den Fliesen, dort wo das meiste Fett beim Kochen spritzt, konnte die Farbe nicht haften. Offenbar ist der Untergrund noch immer zu fettig, um die Farbe zu halten. Nun bin ich ratlos. Eine Google-Suche ergibt: Man kann Fettflecken mit einem Bügeleisen und Löschpapier entfernen. Ob das bei den großen Flecken funktioniert?



Ich probiere es aus. Die Grundierung wird weich und löst sich wieder ab. Mit einem Spachtel entferne ich sie und bügel weiter. Das Fett wird aber nicht aufgesaugt, wie ich es mir erhofft hatte.



Die Wand ist nun klebrig.

Der nächste Google Tipp lautet: Einen Brei aus Speisestärke und Wasser mischen, auftragen und über Nacht einwirken lassen. Auch das probiere ich aus!



Am nächsten Tag abbürsten. Und siehe da: Der vorher fettige, klebrige Fleck ist einigermaßen trocken! Nun kann ich erneut über die Stelle grundieren. Und die zweite Schicht Grundierung hält auf diesem Fleck!


Ursprünglich wollte ich nur die Wand hinter dem Herd streichen. Jetzt aber entscheide ich spontan, auch noch die gesamte rechte Küchenwand mit dieser Farbe zu streichen. Der dunkle Ton gefällt mir sehr gut, er lässt die Küche warm und gemütlich erscheinen.


Nachdem die Grundierung gut durch getrocknet ist (am besten über Nacht), kommt der erste Farbauftrag. Die Farbe wird ein wenig mit Wasser verdünnt und gut umgerührt.



Bei meinem Esszimmer hatte ich eine Rolle benutzt, dieses Mal möchte ich mit einem breiten Pinsel arbeiten, um zu sehen, wie sich das Ergebnis unterscheidet.



Ich trage die Farbe in kleinen Kriss-Kross-Bewegungen auf. Die Stellen überlappen sich, ich streiche kreuz und quer und auch gerne wieder über das Ganze. Nass in Nass arbeiten, aber in kleinen Sektionen.



Ein unregelmäßiges Arbeiten - kommt mir sehr entgegen! Wenn die Farbe zu dick ist, kann sie noch ein wenig mit Wasser verdünnt werden.



Nach der ersten Schicht sieht es sehr dunkel aus:



Aber die Farbe trocknet heller auf und man sieht dann schon die ersten Schattierungen.



Nach einer weiteren Nacht trocknen folgt die zweite Schicht, die genauso aufgetragen wird wie die erste. Mit breitem Pinsel und kreuz und quer. Man arbeitet man auch wieder in Teilstücken. Aber: Kurz bevor die Farbe auf einem Teilstück getrocknet ist, kommt der Spatel zum Einsatz. Mit ihm wird über die Farbe "gestreichelt", ebenfalls im unregelmäßigen Muster.



Damit glättet man die Farbe und verdichtet sie. So entstehen die typischen Muster. Dabei kann sich auch mal ein Stück Farbe lösen, es kann ein bisschen bröckeln, aber all das ergibt die besondere Optik.



So arbeitet man sich Stück für Stück vor. Die Farbe darf nicht komplett trocken sein, bevor der Spatel benutzt wird, aber sie darf auch nicht nass sein. Fast trocken, würde ich es nennen.



Wenn fertig gestrichen und gespachtelt ist, sollte die Wandfarbe richtig gut durchtrocknen. 7 - 10 Tage sollten es schon sein. Eine Versiegelung ist gerade in der Küche aber unbedingt empfehlenswert, denn die Wände sind hier Fett und Schmutz besonders ausgesetzt. Ich entscheide mich für den Dead Eco Flat Sealer von Pure&Original. Er besteht aus 100 % Acryl und macht die Wände abwischbar und hitzebeständig. Im Esszimmer hatte ich meine Marrakech Wall gewachst, doch das Wachs ist nicht hitzebeständig und da diese Wand hinter dem Ofen liegt, entscheide ich mich für den Sealer. Er trocknet matt auf und ist somit auch von der Optik her anders als das Wachs.


Ich trage den Sealer mit dem gleichen breiten Pinsel auf, mit dem ich auch schon gestrichen habe. Ebenfalls in Kreuz- und Querbewegungen streiche ich eine erste dünne Schicht.



Der Ton verdunkelt sich beim Streichen mit der Versiegelung anfangs sehr, aber keine Angst, das trocknet schon nach kurzer Zeit auf und am Ende verändert sich die Farbe nur ganz leicht. Sie wird etwas dunkler und satter.



Ich lasse die erste Schicht Versiegelung ein paar Tage trocknen und mache dann noch eine zweite. Die Versiegelung ist matt und somit nicht sichtbar, die Wand fühlt sich aber glatt und geschmeidig an. Sie sieht wunderschön aus!




Oben im Bild seht ihr übrigens die Hakenleisten für die Küchengeräte. Sie waren ursprünglich in silbernem Metall, nun habe ich sie mitsamt allen Haken auch noch mit Kreidefarbe metallicgrau gestrichen und versiegelt. So passen sie einfach besser.





Und so sehen meine neuen Wände aus.





Mir gefällt der dunkle Ton sehr.








Demnächst zeige ich euch noch die andere Seite der Küche, bei der ich ebenfalls mit Pure & Original gearbeitet habe, allerdings mit einer Kalkwandfarbe.




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